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Krankenversicherung


Die Kosten für eine medizinische Behandlung können recht hoch ausfallen und auch rasant in die Höhe schnellen. Bei einem mehrtägigen Krankenhausaufenthalt, einer notwendigen Operation oder einer medikamentösen Therapie kommen auf diese Art und Weise selbst innerhalb kürzester Zeit mitunter horrende Summen zusammen, die nur die Wenigsten aus eigener Tasche aufbringen könnten. Damit die eigene Gesundheit aber keine Frage des Geldes ist und medizinische Behandlungen nicht zum puren Luxus werden, existieren Krankenversicherungen.

Als Mitglied einer Krankenversicherung ist man vor den Kosten einer medizinischen Behandlung, wie diese beispielsweise durch eine Erkrankung, bei Mutterschaft, nach einem Unfall oder im Rahmen einer Vorsorge notwendig werden kann, geschützt. Der Krankenversicherer übernimmt hierbei die Kosten, sofern die betreffenden Leistungen zum Angebotsspektrum der jeweiligen Krankenversicherung gehören.

Gesetzliche Krankenversicherung

In der Bundesrepublik Deutschland gilt die gesetzliche Krankenversicherung als wichtige Säule des Sozialversicherungssystems und ist im Allgemeinen verpflichtend. Durch die bestehende Krankenversicherungspflicht müssen sich alle Bundesbürger in der gesetzlichen Krankenversicherung versichern, es sei denn, sie erfüllen die Voraussetzungen für eine private Krankenversicherung und entscheiden sich für diese.

Die gesetzliche Krankenversicherung verfolgt das Sachleistungsprinzip und hat im Wesentlichen die Aufgabe, die medizinische Grundversorgung der Versicherten sicherzustellen. Somit übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten für Behandlungen, die durch eine Erkrankung, bei Mutterschaft oder nach einem Unfall notwendig werden. Hierbei gilt es aber zu berücksichtigen, dass das Leistungsspektrum der gesetzlichen Krankenkassen gewissen Einschränkungen unterliegt, die in den Bedingungen der jeweiligen Krankenkasse zu finden sind. In der Praxis bedeutet dies, dass zum Beispiel einige Therapieformen wie die Homöopathie von gesetzlichen Krankenkassen oftmals nicht unterstützt werden.

In Österreich gestaltet sich die Situation ähnlich, denn auch in der Alpenrepublik existiert eine allgemeine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung. So ist man hier grundsätzlich über die zuständige Gebietskrankenkasse gesetzlich krankenversichert. Anders als in Deutschland besteht in Österreich jedoch keine Möglichkeit, in die private Krankenversicherung zu wechseln. Nur in wenigen Ausnahmefällen erlaubt der österreichische Gesetzgeber einen Übertritt in die private Krankenversicherung. Angesichts dieser Tatsache ist es nicht verwunderlich, dass 99 Prozent aller Österreicher in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind.

Private Krankenversicherung

Die private Krankenversicherung erfreut sich in Deutschland großer Beliebtheit, sodass immer mehr Menschen einen Wechsel in Erwägung ziehen und auch durchführen. Hierbei gilt es aber zu beachten, dass der Wechsel in die private Krankenversicherung mit gewissen Hürden verbunden ist. Während Selbständige und Freiberufler die freie Wahl haben, müssen Arbeitnehmer eine zentrale Voraussetzung erfüllen. Für abhängig Beschäftigte ist ein Wechsel in die PKV nur dann möglich, wenn sie mit ihrem jährlichen Arbeitseinkommen die Versicherungspflichtgrenze übersteigen.

Private Krankenversicherungen unterscheiden sich in verschiedenen Punkten maßgeblich von gesetzlichen Krankenversicherungen. Für den Versicherten deutlich spürbar, ist die Tatsache, dass das Leistungsspektrum oftmals deutlich größer ist und die private Krankenversicherung somit für mehr Behandlungen die Kosten erstattet. Zudem genießen Privatpatienten auch beim Arzt häufig zahlreiche Vorteile, sodass ein Wechsel in die PKV für viele Menschen besonders attraktiv erscheint.